Unsere Kirchturmtour 2026

Bei der 12. Krummhörner Kirchturmtour am 5. September waren trotz durchwachsener Wettervorhersagen 459 Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs. Auch wir waren wieder dabei – bereits zum fünften Mal. Als wir zwischen Manslagt und Pilsum vom Wind fast vom Radweg geblasen wurden und Richtung Pilsumer Leuchtturm eine Sturmbö erwischten, dachte ich: „Wollen die Ostfriesen es uns auf diese Weise heimzahlen?“

Dieser Gedanke war jedoch schnell verflogen. Nach fünf Jahren kennen wir viele Ostfriesen: Sie sind freundlich, gastfrei und hilfsbereit. So wurde aus einem windigen Tag ein Tag der Verbindung, der Begegnung und der vielen Gespräche.

Diesmal legten wir nur die Hälfte der Strecke zurück. Das hatte einen großen Vorteil: Es blieb mehr Zeit für Besichtigungen und persönliche Kontakte. Proviant musste wirklich niemand mitnehmen. Überall warteten herrliche Kuchen, Schwarzbrot mit Käse, Naschereien, Getränke sowie natürlich Koffje un Tee.

Am späten Nachmittag kehrten die Radfahrerinnen und Radfahrer nach und nach auf den Jennelter Dorfplatz zurück: erschöpft, aber strahlend und zufrieden. Dort gab es Essen und Trinken, musikalische Unterhaltung durch Oliver Jüchems und viel Gelegenheit, die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Immer wieder waren die Landschaft, die Kirchen, die Gastfreundschaft in den Gemeinden und die Gespräche mit „wildfremden Menschen“ Thema.

Am Sonntag fand die Andacht in der Kirche statt – mitten auf einer Baustelle. Pastor Siek Postma nahm die Baustelle zum Anlass: Auch im Menschenleben gibt es Baustellen. Dort muss gearbeitet und angepackt werden. Einander helfen und unterstützen ist angesagt. Was auch passiert: Unser Schöpfer bleibt.

Auch nach dem eigentlichen Tourtag war noch viel zu tun. Am Montag, dem neunten und letzten Einsatztag, wurden Zelte abgebaut, Stühle, Bänke und Tische verstaut sowie Pavillon, Grills und Fritteusen gereinigt. Der Dorfplatz wurde gefegt, Müll eingesammelt und die Technik abgebaut. Zum Abschluss gab es noch einmal ein gemeinsames Essen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Ehrenamtlichen aus Gemeinde und Dorf, die in den August- und Septembertagen alles organisiert und ermöglicht haben. Dank auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel für ihre Begleitung und Präsenz.

Es war große Klasse! Kommen wir nächstes Jahr wieder? In de Breev van Jakobus steit: „Wenn de Heer dat will, leven wi, dann willen wi dit of dat doon.“

Jan un Aaltje Bremer, Workum